
Ratgeber
Montagmorgen in Singapur, Projektmeeting um acht. Zwei Stunden später klackern die Tasten im Hotelzimmer. Das Fazit der Hausarbeit fehlt noch, bevor das nächste Meeting beginnt. Für viele Professionals ist das heute Realität: wechselnde Aufenthaltsorte in aller Welt und gleichzeitig der Wunsch nach akademischer Weiterbildung.
Als Hochschule erleben wir täglich, wie international Lebensläufe geworden sind. 3,4 Millionen Deutsche leben bereits im Ausland. Weitere rund 210.000 junge Deutsche im Alter von 20 bis 40 Jahren verlassen jährlich das Land – drei Viertel davon mit Hochschulabschluss.
Wir glauben: Wenn Arbeit international wird, sollte Bildung mithalten können. Digitale Studienmodelle ermöglichen heute, in Deutschland zu studieren und im Ausland zu arbeiten. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie ein Fernstudium im Ausland funktioniert, welche organisatorischen Fragen relevant sind – und wie wir Sie dabei begleiten.

Vielleicht gehören Sie auch zu denen, die sich zwar weiterbilden möchten, aber häufige Reisen dies schwierig bis unmöglich erscheinen lassen. Noch vor wenigen Jahren bedeutete ein längerer Auslandsaufenthalt im Studium meist eine Unterbrechung: Urlaubssemester, verschobene Prüfungen oder längere Studienzeiten. Heute ist das anders. Digitale Studienmodelle schaffen Raum für neue Lebensrealitäten.
In der Studienberatung begegnen uns immer wieder ähnliche Szenarien:
Gemeinsam ist diesen Situationen: Der Alltag ist eng getaktet. Lernen findet nicht im Hörsaal statt, sondern zwischen Meetings, auf dem Klapptisch im Zug oder nach einem Videocall mit der Familie in einer anderen Zeitzone. Hier zeigt sich der Vorteil eines flexiblen Fernstudiums.
Kann ich ein Fernstudium im Ausland absolvieren? In der Studienberatung hören wir diese Frage regelmäßig. Die kurze Antwort lautet: Ja. Unser Studienberater Dominik Hackl ermutigt Ratsuchende, diesen Schritt zu gehen:
„Wenn Anfragen zu einem Fernstudium im Ausland kommen, freut es mich immer sagen zu können, dass unser reines Online-Format das Studium von überall aus der Welt ermöglicht. Wichtig ist nur, dass man technisch auf den eCampus zugreifen kann.“
Die digitale Lernplattform ermöglicht es, Lerninhalte flexibel zu bearbeiten und Prüfungen unabhängig vom Aufenthaltsort abzulegen. Wer international arbeitet oder reist, kann sein Studium deshalb problemlos im Ausland auf Deutsch absolvieren. Auch Auslandspraktika oder berufliche Projekte lassen sich einbauen, da es keine starren Semesterzeiten oder Anwesenheitspflichten gibt. Lehrende, Mitstudierende und das Study Coaching erreichen Sie jederzeit online.
Ein Szenario, das wir häufig sehen, sind Studierende, die bereits berufstätig sind und zeitweise im Ausland arbeiten oder reisen möchten – beispielsweise im Rahmen von Remote-Arbeit oder eines längeren Auslandsaufenthalts. Drei Beispiele aus der Praxis zeigen, wie unterschiedlich ein Fernstudium im Ausland aussehen kann.
Eine unserer Studierenden ist Frau Hong. Sie lebt in Deutschland und arbeitet als Einkäuferin für eine europäische Modefirma. Mehrere Monate im Jahr ist sie in Asien unterwegs. Dank der digitalen Lernplattform kann sie ihre Lerninhalte jederzeit abrufen. Lernphasen plant sie zwischen Lieferantenterminen und Produktionsbesuchen ein und arbeitet Module dort weiter, wo sie zuletzt aufgehört hat.
Reisen oder studieren? Eine Entscheidung, die viele junge Menschen kennen. Auch unser Student Herr Hübner stand vor diesem Dilemma:
„Mein Herz hat gesagt: Geh jetzt nach dem Abitur für ein Jahr auf Weltreise, später wirst Du nie wieder Zeit dafür haben. Mein Kopf hat gesagt: Nein, fang jetzt mit dem Studium an, sonst dauert es ewig, bis Du eigenes Geld verdienst.“
Seine Lösung: ein Fernstudium. Heute schickt er seine Marketing Case Study aus Bali, schreibt eine Klausur in Sydney und reicht eine Hausarbeit aus Brasilien an.
Auch innerhalb der Hochschule gibt es viele internationale Lebensläufe. Professor Martin Bickl aus dem International Office war schon früh neugierig auf andere Länder: Als Kind war sein meistgelesenes Buch ein Weltatlas. Später folgten ein Schüleraustausch in Italien, ein Bachelorabschluss in Australien, eine Masterarbeit in Mexiko und ein Praktikum bei der UNO in New York. Seine Erkenntnis: Der Arbeitsalltag ähnelt häufig dem in Deutschland – nur in einer anderen Sprache und mit anderen Managementstilen. Besonders prägend war für ihn ein Auslandsjahr:
„Richtig erwachsen geworden bin ich erst, als ich ein ganzes Jahr lang allein im Ausland war, ohne Besuch von zu Hause.“
Wichtig ist: Ein Fernstudium lebt von Struktur, Eigenverantwortung und realistischen Erwartungen. Gerade im Ausland – mit neuen Zeitzonen, Arbeitsrhythmen oder kulturellen Eindrücken – braucht es einen klaren Plan.
Neue Orte, ein aufgewirbelter Alltag und berufliche Verpflichtungen können überwältigend sein. Wer feste Lernzeiten einplant und Module frühzeitig strukturiert, kann sein Studium auch international gut organisieren. Die Flexibilität digitaler Lernformate hilft dabei enorm: Lernmaterialien lassen sich unterwegs bearbeiten. Aufgaben können auch auf Reisen erledigt werden.
In der Studierendenkanzlei erreichen uns immer wieder ähnliche Fragen. Wie gehe ich mit der Zeitverschiebung um? Reicht meine Internetverbindung? Wie kombiniere ich Arbeit und Studium im Ausland? Unsere Empfehlung: Planen Sie Ihren Auslandsaufenthalt frühzeitig und stimmen Sie ihn mit uns ab. Gemeinsam lassen sich meist einfache Lösungen finden – etwa kleine Änderungen im Studienplan oder ein angepasster Lernrhythmus.
Prüfungen können Sie jederzeit starten: egal ob Klausur oder Online-Präsentation, die einfach als Video eingereicht werden. Feste Termine gibt es kaum. Selbst bei größeren Zeitverschiebungen bleibt das Studium dadurch gut planbar.

Gerade im Ausland hilft es vielen Studierenden, im Austausch zu bleiben. Deshalb begleiten wir unsere Studierenden eng – über Studienberatung, Studierendenkanzlei und Study Coaching. Eine typische Herausforderung im Fernstudium: Niemand schreibt vor, wann gelernt werden muss. Diese Freiheit erfordert Eigenorganisation. Study Coaches empfehlen deshalb, klare Mindestziele zu setzen und regelmäßig kurze Lerneinheiten einzuplanen.
Ebenso hilfreich ist ein verlässlicher Kontaktpunkt – etwa ein Lernpartner oder der Austausch mit einem Study Coach. Solche festen Anker schaffen Verbindlichkeit und helfen dabei, im Alltag dranzubleiben. Viele unserer Studierenden nutzen diese Möglichkeiten, wenn sie im Ausland arbeiten.

„Besonders im Ausland hilft es, sich einen konkreten realistischen Plan zu erstellen mit definierten Mindestzielen. Oftmals reichen schon regelmäßige kurze Einheiten (ca. 30–45 Minuten), damit man dranbleibt und die Inhalte festigt.“
Jaqueline Jatschka, Study Coach
Schaffe ich das wirklich? Diese Frage stellen sich vorher fast alle Studierenden. Sie profitieren davon, sich ehrlich zu reflektieren. Ein kurzer Selbstcheck kann helfen:
Wenn Sie mehrere Punkte mit „Ja“ beantworten, passt ein Fernstudium im Ausland gut zu Ihnen.

Die Studiengänge der DHAW sind staatlich anerkannt und akkreditiert. Der Abschluss ist international verwertbar und einem Präsenzstudium gleichgestellt. Deutsche Hochschulabschlüsse genießen weltweit ein hohes Ansehen: Für Studierende aus nichtenglischsprachigen Ländern belegt Deutschland Platz 1 aller Studienstandorte und liegt insgesamt auf Platz 4.
Auch Arbeitgeber legen zunehmend Wert auf internationale Erfahrung. In einer Studie des DAAD und des IW Köln wurden 823 Unternehmen befragt. Das Ergebnis: Insbesondere innovative Unternehmen achten bei der Einstellung gezielt auf Auslandserfahrung.
Ein Fernstudium im Ausland verbindet einen staatlich anerkannten deutschen Abschluss mit internationaler Erfahrung – eine Kombination, die auf einem globalen Arbeitsmarkt immer wichtiger wird. Neben der Möglichkeit, von überall auf der Welt zu studieren, baut die DHAW derzeit weitere internationale Angebote auf. Ein erster Partner ist die renommierte Christ University in Bangalore – im „indischen Silicon Valley“. Dort können Studierende an Summer Schools teilnehmen oder ein Auslandssemester verbringen.

„Absolventinnen und Absolventen mit Auslandserfahrung sind sehr attraktiv für Arbeitgeber. Die Fremdheitserfahrung und die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen fördern viele Charaktereigenschaften und Soft Skills, die für global agierende Unternehmen unabdingbar sind: Durchhaltevermögen, Selbständigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Offenheit für Neues und Kreativität – ganz abgesehen von spezifischen Kenntnissen bestimmter Weltregionen und Absatzmärkte.“
Prof. Martin Bickl, International Office der DHAW
Für das Studieren selbst ist in vielen Ländern kein eigenes Visum erforderlich. Sobald Sie dort jedoch länger arbeiten, greifen die jeweiligen Regelungen des Gastlandes. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen:
Gerade berufstätige Studierende, die projektweise im Ausland arbeiten, sollten ihren Aufenthaltsstatus frühzeitig prüfen.
Ja. Ein Fernstudium an der DHAW kann grundsätzlich von überall auf der Welt absolviert werden, solange Sie Zugang zum eCampus und eine stabile Internetverbindung haben.
Ein klassisches Auslandssemester bedeutet: Kurse anerkennen lassen und neue Prüfungsordnungen. Das Fernstudium im Ausland funktioniert anders. Sie nutzen dieselben Module, dieselbe Lernplattform und dieselben Prüfungsformate. Nur Ihr Lernort ändert sich.
Ja. Die Studiengänge der DHAW sind staatlich anerkannt und akkreditiert. Der Abschluss ist international verwertbar.
Nicht unbedingt. Für das Studieren selbst ist in vielen Ländern kein eigenes Visum nötig. Sobald Sie jedoch länger im Ausland leben oder arbeiten möchten, greifen die jeweiligen Aufenthalts- und Arbeitsregelungen des Gastlandes.
Wenige. Für ein Fernstudium im Ausland benötigen Sie eine stabile Internetverbindung (WLAN oder Hotspot) und ein geeignetes Endgerät wie Laptop oder PC. Damit greifen Sie auf die digitale Lernplattform zu, bearbeiten Lernmaterialien und legen Online-Prüfungen ab.
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Grundsätzlich wird zwischen Inlands-BAföG mit Auslandsaufenthalt und Auslands-BAföG unterschieden. Sie sind im Vollzeitstudium eingeschrieben und nur vorübergehend im Ausland? Dann kann Ihr Inlands-BAföG weiterlaufen. Planen Sie dagegen einen studienbezogenen Aufenthalt im Ausland, etwa ein Auslandssemester, kann Ihnen Auslands-BAföG zustehen.
Außerhalb der EU und der Schweiz ist die Förderung meist zeitlich begrenzt. Da die individuelle Situation eine große Rolle spielt, empfiehlt sich eine frühzeitige Beratung beim zuständigen BAföG-Amt.
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Studienkosten können in der Steuererklärung als Sonderausgaben oder Werbungskosten geltend gemacht werden. Entscheidend ist, ob Sie in Deutschland steuerpflichtig sind und ob das Studium beruflich veranlasst ist.
Studierende lernen über den eCampus mit Interactive Books, Videos, Audio-Dateien und digitalen Lernskripten. Zusätzlich gibt es Live-Tutorien sowie direkten Austausch mit Lehrenden.
Ja. Alle Lernformate sind zeitunabhängig. Lernmaterialien können jederzeit bearbeitet werden. Live-Tutorien sind freiwillig und werden frühzeitig angekündigt.
Prüfungen an der Deutschen Hochschule sind online und ohne feste Zeiten möglich. Sie können den Prüfungszeitpunkt selbst wählen – unabhängig von Ihrer Zeitzone. Nur wenige Termine, etwa das Kolloquium kurz vorm Abschluss, werden im Voraus abgestimmt.
Ein Fernstudium im Ausland ist heute problemlos möglich. Mit klarer Struktur, realistischen Erwartungen und zuverlässiger Begleitung lässt sich internationale Erfahrung mit dem Studium verbinden. Auch in der Hochschulpraxis zeigt sich dieser Wandel. Das bestätigt Prof. Martin Bickl aus dem International Office:
„Rückblickend hätte ich gerne Weltreise und Studium kombiniert, aber ein Fernstudium wie heute gab es damals noch nicht.“
Sie möchten herausfinden, ob ein Fernstudium im Ausland zu Ihrer Situation passt? Unsere Studienberatung unterstützt Sie dabei, die passende Lösung zu finden. Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch.
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