InfomaterialWhatsApp

News

Das Paradox der Energiewende – welche Fähigkeiten brauchen wir in fünf Jahren noch?

Potsdam, 02.11.2026 – Studienstart 2026. Bis zum Abschluss vergehen Jahre. Doch laut dem Future of Jobs Report 2025 des Weltwirtschaftsforums werden sich rund 39 Prozent der benötigten beruflichen Kompetenzen bis 2030 verändern – oder überholt sein. Was sollten wir also heute lernen, um morgen noch beruflich gefragt zu sein? Eine neue wissenschaftliche Publikation von Prof. Dr. Melissa Vasi von der Deutschen Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW) liefert Antworten am Beispiel der Energiewende.

Das Paradox der Energiewende

Technologischer Fortschritt allein löst nicht alle Probleme. Das zeigt sich am Paradox der Energiewende: Einerseits schützen erneuerbare Energien das Klima und bringen großen gesellschaftlichen Nutzen. Gleichzeitig verursachen sie neue soziale und ökologische Probleme – etwa durch mangelhafte Arbeitsbedingungen beim Rohstoffabbau, Umweltbelastungen oder die ungleiche Verteilung wirtschaftlicher Vorteile. DHAW-Professorin Melissa Vasi fasst das Problem wie folgt zusammen:

„Die Energiewende ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Dabei dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass eine technologisch nachhaltige Lösung nicht automatisch auch sozial gerecht ist.“

Unternehmen brauchen deshalb Menschen, die solche Zusammenhänge erkennen und ganzheitliche Lösungen entwickeln. Der Bedarf ist groß: Laut dem Future of Jobs Report 2025 sehen 81 Prozent der befragten Unternehmen aus dem Energie- und Versorgungssektor fehlende Kompetenzen als Hindernis für ihre Transformation.

Von der Idee zur Umsetzung: Was die Forschung zeigT

Einen möglichen Ausweg aus dem Paradox bietet Melissa Vasi in ihrer am 1. Oktober 2026 im International Journal of Sustainability in Business and Economics veröffentlichten Publikation „Addressing the Renewable Energy Paradox Through Open Social Innovation: A Dynamic Capabilities Framework“. Im Mittelpunkt steht das Konzept der Open Social Innovation: Unternehmen, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft entwickeln Erfindungen gemeinsam, um blinde Flecken von Anfang an offenzulegen – so Melissa Vasi selbst:

„Entscheidend ist, Innovation gemeinsam mit den Menschen zu gestalten, die von ihren Auswirkungen betroffen sind, denn nur so können wir Lösungen entwickeln, die sowohl ökologisch als auch gesellschaftlich nachhaltig sind.“

So hebt Melissa Vasis Modell drei dynamische Fähigkeiten hervor (Dynamic Capabilities): gesellschaftliche Probleme erkennen (Sensing), gemeinsam Lösungen umsetzen (Seizing) und diese in Unternehmen verankern und weiterverbreiten (Transforming). Damit unterstützt es Unternehmen und Entscheidungsträger dabei, gesellschaftliche Verantwortung in ihre Innovationsprozesse zu integrieren. Doch nicht nur das: Es zeigt auch, was Fach- und Führungskräfte in Zukunft können müssen.

Fünf Future Skills, die über den Energiesektor hinaus zählen

Was bedeutet das Modell für zukünftige Fach- und Führungskräfte? Fünf Kompetenzen lassen sich für die berufliche Praxis ableiten – nicht nur im Zusammenhang mit der Energiewende:

Melissa Vasi verbindet Forschung mit beruflicher Praxis

Als Professorin für Wirtschaftsinformatik und Studiengangsleiterin an der DHAW forscht Melissa Vasi zu Open Social Innovation, Nachhaltigkeit und digitalen Geschäftsmodellen. Ihr Ziel: Studierende dazu befähigen, wirtschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Ihre aktuelle Publikation bietet dafür ein Modell, das auch für zukünftige Managementaufgaben relevant ist.

Heute studieren, morgen beruflich gefragt sein

Die Prognosen zeigen: Technisches Wissen genügt nicht, um große gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen. Unternehmen brauchen Menschen, die ihr Fachwissen mit analytischem Denken, kommunikativer Stärke und Umsetzungskompetenz verbinden. Die DHAW vermittelt diese Future Skills durch anwendungsorientierte Lehre.

Wer in der Arbeitswelt von morgen etwas bewegen möchte, kann die Grundlage schon heute legen. Mit einem vollständig online absolvierbaren Fernstudium – auch neben dem Beruf:

crossmenu