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Kaunas, Litauen, 19. März – Der Job läuft. Noch? Viele Berufstätige kennen diese Unsicherheit. Werden die eigenen Fähigkeiten langfristig gebraucht? Oder ist jetzt der Moment, eine neue Richtung einzuschlagen? Während viele noch grübeln, dreht sich die Arbeitswelt weiter. Was wir in Zukunft wirklich können müssen, darüber sprach Melissa Vasi, Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Deutschen Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW), auf der internationalen Konferenz „SUSTAINABILITY DIRECTIONS“.
Auf der internationalen Online-Nachhaltigkeitskonferenz „SUSTAINABILITY DIRECTIONS“ der Kolping Higher Education Institution diskutierten Forschende, Unternehmen und Politik darüber, wie sich Wirtschaft und Gesellschaft neu ausrichten. Ein zentrales Thema: die Energiewende als Auslöser für Veränderungen. Auch der litauische Vizeminister für Bildung, Wissenschaft und Sport, Jonas Petkevičius, nahm an der Konferenz teil und betonte die Relevanz der Ergebnisse, die Melissa Vasi vorstellte.
Die Zahlen zeigen, wie dynamisch sich der Markt entwickelt: 89 Länder verfolgen bereits umfassende Ziele für erneuerbare Energien. Gleichzeitig wächst die globale Kapazität jährlich um rund 18 Prozent. Investitionen erreichen ein Volumen von 728 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet: Neue Jobs entstehen. Und damit neue Anforderungen.

Die Energiewende gilt oft als technisches Problem. Doch so einfach ist es nicht. Melissa Vasis Forschung zeigt: Fortschritt ist komplexer. Und nicht immer gerecht.
„Der zentrale Gedanke meines Vortrags ist, dass erneuerbare Energien zwar notwendig, aber nicht automatisch sozial gerecht sind. Entscheidend ist, wie wir sie gestalten – und ob es gelingt, unterschiedliche Akteure in Innovationsprozesse einzubinden.“
Hier setzt ihr Forschungsschwerpunkt an: Open Social Innovation. Der Ansatz beschreibt, wie Unternehmen, Gesellschaft und Politik gemeinsam Lösungen entwickeln. Im Vortrag zeigte sie eine Methode aus der Praxis, bei der drei Fähigkeiten zentral sind: Herausforderungen früh erkennen (Sensing), Chancen gemeinsam nutzen (Seizing) und Lösungen langfristig verankern (Transforming). Diese Fähigkeiten tragen dazu bei, die Energiewende erfolgreich und inklusiv umzusetzen. Für die Arbeitswelt heißt das: Fachwissen allein reicht nicht mehr.
Wer in der Arbeitswelt bestehen will, muss mit anderen zusammenarbeiten können. Unternehmen suchen Menschen, die Zusammenhänge verstehen, unterschiedliche Interessen verbinden und Lösungen voranbringen. Die Ergebnisse des Vortrags zeigen klar, worauf es künftig ankommt:
Diese Kompetenzen lassen sich lernen. Melissa Vasi verbindet in ihrer Lehre an der Deutschen Hochschule aktuelle Forschung mit konkreten Fragestellungen aus Unternehmen und Gesellschaft. Ihre Inhalte orientieren sich an dem, was in der Arbeitswelt wirklich gebraucht wird. Studierende lernen, Probleme im System zu verstehen und Lösungen zu entwickeln, die wirtschaftlich und gesellschaftlich wirken:
„In meiner Lehre an der DHAW greife ich genau das auf, indem ich Studierende dafür sensibilisiere, wirtschaftliche Lösungen immer auch im Spannungsfeld von Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung zu denken.“
Ein Studium wird so zum strategischen Vorteil. Nicht als Unterbrechung des Berufs, sondern als Weiterentwicklung des eigenen Wissens parallel zum Job.
Zurück zur Ausgangsfrage: Reicht unser Können langfristig? Die Entwicklung der Energiewirtschaft zeigt: Die Arbeitswelt wird komplexer. Gezielte Weiterbildung entscheidet darüber, wer Schritt hält und wer zurückbleibt. Gefragt sind Menschen, die Zusammenhänge verstehen – nicht nur das Tagesgeschäft. Ein Studium kann genau diesen Unterschied machen. Für alle, die nicht stehen bleiben möchten:
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